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THE BANKING QUARTERLY: A movisco REPORT
Aufregende Zeiten im Bank-Sektor zurzeit – zumindest, wenn man die Übernahme- und Abwehrschlacht um die Commerzbank verfolgt. Scheint auch so, als ob wir gerade mit den strategischen Aktionen der Commerzbank-VV Bettina Orlopp quasi live ein Lehrstück in smarter Unternehmensführung und umgesetzter Abwehrstrategie erleben können.
Apropos Abwehrschlacht: Stabilisierung und Sicherheit – das könnte man wohl als große Überschrift über das aktuelle Quartal setzen. Nachdem die Umsetzungen der vieldiskutierten europäischen Regulierungen wie DORA, MiCAR, FIDA etc. in den Bankinstituten laufen oder bereits abgeschlossen sind (damit haben wir uns ausführlich in den Ausgaben III/2024 und IV/2024 von THE BANKING QUARTERLY beschäftigt), geht es nun weiter verstärkt um „Sicherheits-und Stabilisierungs-Klassiker“ wie
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Riskmanagement und
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Cyber-Security,
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um Umgang mit (oder das Loslösen von) den US-amerikanischen Hyperskalern in Verbindung mit neuen respektive alternativen, nach europäischen Standards geschaffenen Sicherheitslösungen für die Datens(ch)ätze, und
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um Business Intelligence in Verbindung mit KI sowie um Prediktive- wie Prescriptive Analysis-Systeme, um diese Datenschätze selbst zu heben.
Alles aus gutem Grund!
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(Data) Security: Top-Thema in diesen unsicheren Zeiten
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Nicht nur ist die Bedrohung beispielsweise durch Cyber-Vorfälle im Finanzsektor sehr hoch – fast ein Fünftel aller globalen Vorfälle der letzten 20 Jahre betrafen diese – und mit Folgeschäden im zweistelligen Milliardenbereich besonders folgenreich; diese Bedrohung wächst auch noch ständig, da Banken als Teil der kritischen Infrastruktur besonders attraktive Ziele sind, warnt die BaFin. Und zusätzlich werden immer neue Angriffstechniken entwickelt, beispielsweise Data Poisoning, Post-Quanten-Ransomware, Malware-Einschleusungen, Angriffe auf Open-Banking-Schnittstellen, KI-verbesserte Phishing- und Deepfake-Angriffe und auch AI-induzierte Angriffsmethoden wie Prompt Injections (siehe dazu auch die Ausgabe I/2025 THE BANKING QUARTERLY).
Banken sind halt heutzutage in erster Linie wesentliche Daten-Unternehmen. Das erhöht auf der einen Seite ihre Vulnerabilität, stellt aber auf der anderen Seite auch einen großen Wert dar, da diese Daten und ihre Auswertung entscheidend für die Steuerung dieser großen Systeme mittels Analyse und Prediktiven wie Preskriptiven Auswertungen sind.
Damit wollen wir uns in dieser Ausgabe aus verschiedener Perspektive beschäftigen. Zunächst geht es im HOT TOPIC um das Thema Business Intelligence und Business Analysis, und dann schauen wir uns mit SAP BW/4HANA eine performante Datenplattform im Banking-Einsatz und die Conversion dazu an.
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HOT TOPIC: BUSINESS INTELLIGENCE BEI BANKEN
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Einer Statistik aus dem Jahr 2024 zufolge wird das Volumen der weltweit generierten oder replizierten Datenmenge im Jahr 2027 284,3 Zettabyte bzw. 284,3 Mrd. Terabyte betragen. Zurzeit liegt sie bei rund 153 Zettabyte. Eine unvorstellbar hohe Zahl. Welche Dynamik die Digitalisierung unserer Lebenswelten bei den Datenmengen mit sich bringt, verdeutlicht der Vergleich zum Jahr 2020: damals waren es noch 64,2 Zettabyte.
Gerade Banken sehen sich mit einer stetig wachsenden Menge an Daten konfrontiert, deren effektive Nutzung über Erfolg oder Misserfolg im Wettbewerb entscheiden kann. Doch zwischen dem bloßen Sammeln von Daten und ihrer gewinnbringenden Analyse für fundierte Geschäftsentscheidungen liegt ein komplexer Weg, der strategisch geplant und professionell umgesetzt werden muss. Tatsächlich steigen viele Organisationen aber an der falschen Stelle bei der Implementierung von Business Intelligence (BI) ein. Aus welchen Gründen auch immer, fokussieren sie sich oft auf die Auswahl von Tools, kaufen diese ein und stellen sie den Mitarbeitenden zur Verfügung. Doch im Anschluss macht sich dann Ernüchterung breit. Es fehlen die Ergebnisse, die erwartet wurden, oder die handelnden Personen stoßen an eine Grenze ihres Systems.
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„Erst grübeln, dann dübeln“, muss also die Devise bei der Implementierung von BI (Business Intelligence) und BA (Business Analytics) im Bankenumfeld lauten. Business Intelligence hat sich etwa in den 1990er-Jahren als Werkzeug für die Unternehmenssteuerung etabliert. Der Schwerpunkt lag seinerzeit hauptsächlich auf der Analyse strukturierter Daten aus internen Quellen. Unternehmen nutzten hier standardisierte Berichte und Dashboards, um historische Daten auszuwerten und wichtige Kennzahlen zu überwachen. Der Fokus von BI zu dieser Zeit lag auf der Beantwortung der Frage: Was ist passiert?
Während sich Business Intelligence also hauptsächlich auf die Analyse historischer Daten konzentriert, fokussiert sich Business Analytics auf Echtzeitanalysen und zukunftsgerichtete Prognosen. Business Analytics erweitert zudem den Fokus von rein internen, strukturierten Datenquellen auf eine Vielzahl externer und unstrukturierter Daten. Business Analytics nutzt maschinelles Lernen zur Mustererkennung und Natural Language Processing (NLP) zur Verarbeitung natürlicher Sprache. Prädiktive Modelle ermöglichen die Vorhersage zukünftiger Entwicklungen nach dem Motto „was wird wahrscheinlicherweise und wie passieren“, während Präskriptive Analytics konkrete Handlungsempfehlungen generiert. Der erweiterte Methodenwerkzeugkasten bringt einen Wandel von reaktiven zu vorausschauenden Analysen mit sich. Statt nur auf vergangene Ereignisse zu reagieren, können Organisationen zukünftige Entwicklungen antizipieren. An die Stelle statischer Berichterstattung treten dynamische Modelle. Neben der beschreibenden Darstellung des Ist-Zustands gibt es nun konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft.
Der Übergang von Business Intelligence zu Business Analytics repräsentiert somit weit mehr als eine rein technologische Veränderung. Er charakterisiert einen Wandel in der Art und Weise, wie Unternehmen Daten nutzen und Entscheidungen treffen.
Dieser Wandel ist im Rahmen der Entwicklung einer BI-Strategie und der Implementierung von Methoden zu berücksichtigen. Das Entscheidende: Vor jeder Implementierung muss die Entwicklung einer stringenten BI-Strategie stehen.
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Entwicklung BI-Strategie ist iterativer Prozess
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Es geht bei der Entwicklung der BI-Strategie nicht um aktuelle Aufgaben und das kurzfristige Ziel ‚Run the Bank‘. Die gewählte Strategie muss langfristige Perspektiven bieten, um Veränderungen und wachsender Regulatorik zu begegnen. Hierbei gilt es, sich von einer rein technischen Sichtweise zu lösen.
Der Weg zur Formulierung einer BI-Strategie ist ein iterativer:
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Bei der Entwicklung einer Vision geht es primär um die Frage, wo die Bank in Sachen BI in den kommenden fünf Jahren stehen will. Die Leitfrage lautet, welchen Stellenwert BI in den kommenden Jahren für die Bank haben soll und wird.
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Bei der Definition der Vision können einfache Fragen helfen:
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Was möchten wir als Bank mittels BI erreichen?
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Warum wollen respektive tun wir das?
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Für wen tun wir als Bank das?
Aus der Vision wird dann die Mission im Hinblick auf BI abgeleitet. Über die Mission gelangen die Beteiligten dann zur strategischen, also konkreten Umsetzung in einzelnen Etappen.
Leitfragen zur Definition einer Mission sind etwa:
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Wie erreicht unsere Bank die Vision in Bezug auf BI im täglichen Handeln?
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Wie arbeitet die Bank täglich auf die Erreichung des Ziels hin?
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Auf was legt die Bank bei BI besonderen Wert?
Sind Vision und Mission erarbeitet, sollte die Nutzung der BI betrachtet werden. Abschließend fällt es leichter, die strategischen BI-Ziele zu formulieren und daraus dann konkrete Maßnahmen und Projekte abzuleiten.
…Und an dieser Stelle können Sie, liebe Leser und Leserinnen, direkt einsteigen in die Praxis-Umsetzung – und zwar mit dem neuen Buch „Bank im Wandel – Lösungsmodelle für eine zukunftssichere Business Intelligence-Strategie“ aus der Edition movisco Research.
2 Exemplare verlosen wir (Rechtsweg & Auszahlung des Gewinns ausgeschlossen): Senden Sie ganz einfach eine E-Mail an info@movisco.com mit dem Betreff „Buch Business Intelligence“ und Ihren postalischen Daten (damit wir Ihnen das Buch zusenden können) – gewonnen haben die beiden schnellsten Einsendungen (laut E-Mail-Zeitstempel). Und alle anderen erhalten das neue Buch als Hardcover- und Softcover-Ausgabe sowie als E-Book überall im stationären Buchhandel sowie den üblichen Internet-Plattformen:
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ALL EYES ON: MIGRATION AUF BW/4HANA
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BW/4HANA-Conversion – ein Hingucker
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„Die Conversion auf SAP BW/4HANA verschafft Banken eine leistungsstarke Datenplattform für Echtzeit-Analysen, steigert die betriebliche Effizienz und stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend datengetriebenen Finanzwelt. Mit verbesserten Analysefähigkeiten und einer modernen Infrastruktur können Banken schneller auf Marktveränderungen reagieren, fundierte Entscheidungen treffen und ihre Geschäftsprozesse nachhaltig optimieren“, fasst Dennis Slanar, Managing Consultant bei movisco, zusammen. Grund genug, dass wir unsere Augen in diesem „ALL EYES ON“ mal darauf richten.
In vielen Banken und Unternehmen steht aktuell die Frage im Raum: Wenn wir auf S/4HANA umsteigen – brauchen wir dann überhaupt noch ein separates BW-System? Mit der Einführung von Embedded Analytics bringt SAP bereits umfassende Reporting- und Analysefunktionen direkt ins ERP-System. Doch reicht das aus? In diesem Beitrag werfen wir einen kritischen Blick auf beide Lösungen, vergleichen ihre Stärken und Schwächen und geben Orientierung, welche Analytics-Strategie für welches Szenario sinnvoll ist.
Moderne SAP-Lösungen wie SAP BW/4HANA und Embedded Analytics in S/4HANA bieten leistungsfähige BI-Funktionalitäten, um Unternehmen dabei zu helfen, aus Daten echten Mehrwert zu generieren. Welche Lösung die richtige ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab – doch klar ist: Ohne BI bleibt – siehe das HOT TOPIC – das volle Potenzial von Unternehmensdaten ungenutzt.
SAP BW/4HANA ist SAPs Lösung für die On-Premises- oder Private-Cloud-Bereitstellung eines Data Warehouses und der Nachfolger von SAP BW. Kunden, die SAP BW als strategisches Asset nutzen, profitieren weiterhin von zukünftigen Verbesserungen und Investitionsschutz – mindestens bis 2040.
Mit SAP BW/4HANA können Unternehmen:
- Daten anbinden von SAP/non-SAP-Systemen
- Für neue oder geänderte Daten Delta Loads nutzen
- Daten extrahieren, transformieren, laden
Ein großer Vorteil von SAP BW/4HANA ist die tiefe Integration mit SAP-Systemen, insbesondere mit SAP ERP (SAP Business Suite, SAP S/4HANA). SAP stellt hierfür eine Vielzahl vorkonfigurierter Extraktoren bereit, die eine direkte Verbindung zwischen SAP-Quellen und BW/4HANA ermöglichen.
Für Nicht-SAP-Quellen bietet SAP BW/4HANA leistungsstarke Entwicklungswerkzeuge zur Erstellung eigener Extraktoren. Viele Systeme unterstützen außerdem eine Remote-Datenverbindung, sodass Daten in Echtzeit analysiert werden können, ohne dass diese in SAP BW/4HANA gespeichert oder geladen werden müssen.
Ein Fazit: Dank dieser Funktionen stellt SAP BW/4HANA eine leistungsfähige, flexible und zukunftssichere Data Warehouse-Lösung dar, die Unternehmen dabei unterstützt, aus ihren Daten echten Mehrwert zu generieren. Umfassende Infos dazu im aktuellen Blogbeitrag „SAP BW/4HANA vs. SAP S/4HANA Embedded Analytics – Was brauchen Banken wirklich“ von movisco Senior Consultant Matthias Lenzer.
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Der Einsatz von BW/4HANA in Banken
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In Banken revolutioniert SAP BW/4HANA die Datenverarbeitung und -analyse, indem es eine agile und hochleistungsfähige Plattform für die Bewältigung der komplexen Anforderungen des Finanzsektors bietet. Durch die Integration von Echtzeit-Analysen können Banken schnell auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren und fundierte Entscheidungen treffen. Große Datenmengen können in Sekundenschnelle verarbeitet werden, was zu einer verbesserten Effizienz bei der Berichterstellung, Risikomanagement und Compliance führt.
Darüber hinaus bietet SAP BW/4HANA fortschrittliche Funktionen für Predictive Analytics und Machine Learning, die Banken dabei unterstützen, prädiktive Modelle für die Kundenbindung, Betrugserkennung und Kreditrisikobewertung zu entwickeln. Durch die Nutzung dieser innovativen Technologie können Banken ihre Betriebsabläufe optimieren, ihre Wettbewerbsposition stärken und gleichzeitig ihren Kunden einen besseren Service bieten.
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Herausforderungen und Nutzen einer SAP BW/4HANA Conversion
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Die Conversion zu SAP BW/4HANA bietet Unternehmen immense Chancen für eine effizientere Datenverarbeitung, bessere Analysemöglichkeiten und eine verbesserte Entscheidungsfindung. Durch die Nutzung modernster Technologien wie In-Memory-Datenbanken und Echtzeit-Analysen, können Unternehmen wertvolle Einblicke gewinnen, die es ermöglichen, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Darüber hinaus können sie durch die Vereinfachung und Modernisierung ihrer IT-Landschaft Kosten senken und ihre Flexibilität erhöhen.
Jedoch sind mit der Conversion auch Herausforderungen verbunden. Die Umstellung erfordert eine gründliche Planung und Vorbereitung, um sicherzustellen, dass bestehende Systeme und Prozesse reibungslos migriert werden können. Es können Komplexitäten auftreten, insbesondere bei der Integration von Legacy-Systemen und der Anpassung von benutzerdefinierten Funktionen. Zudem erfordert die Schulung der Mitarbeiter, um mit den neuen Technologien umgehen zu können, Zeit und Ressourcen. Eine sorgfältige Abwägung der Chancen und Risiken sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Experten und den betroffenen Geschäftsbereichen sind entscheidend, um den Erfolg einer SAP BW/4HANA Conversion sicherzustellen.
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Die möglichen Systeme für eine Conversion zu SAP BW/4HANA
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Die Conversion zu SAP BW/4HANA ist von verschiedenen Systemen möglich, darunter:
Tipp 1: Die genaue Vorgehensweise und die unterstützten Systeme können je nach individuellen Anforderungen und der aktuellen Systemlandschaft des Unternehmens variieren. Es ist ratsam, sich von einem erfahrenen Berater unterstützen zu lassen, um den optimalen Konvertierungsansatz zu ermitteln. Alle Informationen dazu finden Sie unter: https://www.movisco.de/technologien/sap-bw/4hana-conversion
Oder steigen Sie einfach gleich kostenlos ein: Beantragen Sie jetzt – einfach mit Klick auf das Bild oder per Mail an info@movisco.com - den persönlichen, kostenlosen Vortrag mit Demo, um sich live und direkt über das Thema SAP BW/4HANA Conversion und Lösungsmodelle zu informieren:
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Tipp 2: Spannend für Sie kann in diesem Zusammenhang auch die neue Projektreferenz von movisco sein, die die movisco-Experten Dennis Slanar und Nico Reichel unter dem Titel „Migaration von SAP BW on Oracle zu SAP BW on HANA bei einer Förderbank“ veröffentlicht haben. Sie beschreiben in diesem Best Practice-Case praxisorientiert die Umsetzung eines relevanten Migrations- und Integrations-Projektes eines Kundenunternehmens: Diese Förderbank hatte sich im Zuge einer umfassenden IT-Transformation für die Migration ihres SAP BW 7.5-Systems von Oracle auf die leistungsstärkere SAP HANA-Datenbank entschieden. Zentrales Ziel des Projekts war die technische und organisatorische Vorbereitung auf SAP BW/4HANA durch die Migration auf SAP BW on HANA. Dabei sollten nicht nur die System-Performance verbessert, sondern auch bestehende Engpässe und Altsystem-Altlasten aus dem Oracle-basierten System identifiziert und bereinigt werden. Die schrittweise Transition ermöglichte eine risikoarme Einführung der HANA-Technologie und eine gezielte Anpassung von Datenmodellen, Prozessen und Systemarchitektur. Ein besonderer Fokus lag zusätzlich auf der Schulung der Fach- und IT-Bereiche, um einen reibungslosen Umgang mit der neuen Systemlandschaft sicherzustellen. Die movisco AG übernahm die Planung, Umsetzung und Qualitätssicherung der technischen Migration in diesem mehrstufigen Prozess. Lesen Sie die ganze Story im kostenlosen Download:
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Tipp 3: Die Conversion auf SAP BW/4HANA könnte in Ihrer Bank Thema werden? Sie haben vertiefte Fragen dazu? Dann ist Dennis Slanar genau der richtige Ansprechpartner für Sie: info@movisco.com
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Im Sommer könnte die Cup of Tea auch gut ein Eistee sein – ideal, um ein bisschen in unseren Interna zu schmökern:
- movisco ganz persönlich: Nadja Seemann
- Aus der Praxis: Konzeption und Implementierung eines Data Governance-Frameworks bei einer Sparkasse
- movisco Academy: SQLScript-Schulung
- movisco Bundesliga-Tippspiel
- movisco verschafft Überblick: Reihe ´Financial Reporting´
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movisco ganz persönlich: Nadja Seemann
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Wir sind nicht nur die Marke movisco – wir sind viele. Viele Beraterinnen und Consultants, die ihre IT- und Business-Expertise in den Banken-Sektor einbringen. Menschen mit hervorragenden Ausbildungen, Kompetenz und einer Menge an Zertifikaten und Auszeichnungen – aber eben auch Menschen mit Ideen, ganz individuellen Lebenswegen und Visionen. Und genau so wollen wir uns Ihnen vorstellen – in jeder Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY als dem Berater-Magazin für Menschen in Banking und IT.
In dieser Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY stellen wir vor: Nadja Seemann
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Nadja Seemann ist Managing Consultant bei der movisco AG im Bereich IT-Consulting. Sie hat weitreichende Erfahrung bei der Implementierung von Business Intelligence- Lösungen. Nadjas Expertise umfasst sowohl die Umsetzung von Reporting-Lösungen als auch die Datenbewirtschaftung, die Datenflussorganisation und die Datenmodellierung im SAP-Umfeld. Und sie ist firm in den Programmiersprachen Java, Python, VBS/VBA und SQL. Sie besitzt einen M.Sc. in Wirtschaftsinformatik der Universität Mannheim mit Schwerpunkt Data und Web Science.
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Als enthusiastischer „Number Cruncher“ ist Nadja gewohnt, sich durchzubeißen – als Beraterin immer auch bis zum Grund jeder Herausforderung. Sie bezeichnet sich selbst als „Hands On-Typ“, der jedes neue Beratungsprojekt mit Engagement, Einsatzfreude und Pragmatismus angeht und mit Verve nach Lösungen sucht – auch mal ganz out of the Box. Getreu ihrem Motto: „Immer eine Extra-Meile gehen – und immer nachhaltige Lösungen für den Kunden entwickeln“.
Mehr zu Nadja und ihrem Spezialthema Business Analytics unter: https://www.movisco.de/themen/analytics
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Fünf Fragen an Nadja:
Nadja, 2021 hast Du Deinen ersten Blogbeitrag als „Einsteigerin mitten im Corona-Lockdown“ für den movisco-Fachblog geschrieben – vier Jahre später bist Du schon die Karriereleiter bis zum Managing Consultant im Bereich Analytics hochgeklettert. Dabei ist diese hochspezifische IT-Beratung ein Berufsfeld, in dem Frauen zahlenmäßig noch unterrepräsentiert sind. Was hat Dich in diesen herausfordernden Themen-Bereich gezogen?
Nadja Seemann: Ich habe Wirtschaftsinformatik an der Uni Mannheim studiert – da waren die Studentinnen allerdings in der Tat in der Minderzahl. Im Master-Studium – da gab es übrigens im Verhältnis schon etwas mehr Kommilitoninnen – habe ich mich auf Natural Language Processing NLP spezialisiert. Als Werkstudentin war ich in einem bekannten deutschen Großkonzern im Analytics-Bereich tätig, was mich zwar begeisterte – jedoch wollte ich noch mehr Facetten der Analytics kennenlernen. Daher habe ich mich bewusst für das Consulting entschieden: Mich interessierte und interessiert immer noch, stets mit ganz neuen Herausforderungen und Kunden konfrontiert zu werden und immer neue Lösungen zu finden. Also nicht-standardisierte Lösungen zu finden, um zwar regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, aber dabei immer im Sinne des Kunden zu denken und gleichzeitig seine Ziele zu erreichen.
Natürlich hatte ich auch, wie viele technisch und technologisch versierte Expertinnen, über die Jahre mit recht frauenfeindlichen Vorurteilen zu kämpfen – das Klischee „Frauen haben in der IT nichts zu suchen“ ist mir nicht eben selten begegnet. Mittlerweile hat sich das aber – wenigstens meiner Erfahrung nach – gesamtgesellschaftlich gebessert, und bei movisco sind so alte und falsche Zöpfe eh kein Thema. Weder im Kollegium noch unter den Kunden. Außerdem gibt es mittlerweile auch mehr Frauen in Führungspositionen auf Seite der Banken, mit denen man in einen guten Austausch gehen kann. Ich kann nur jeder Kollegin, jeder Frau mitgeben, unbeeindruckt von Störgeräuschen mit ihrer Arbeit zu überzeugen und sich vor allem nicht kleinreden zu lassen. Den Respekt können wir uns nehmen!
Welche Aufgaben umfasst deine Führungsrolle als Managing Consultant im Bereich Analytics bei movisco?
Nadja Seemann: Gute Strategien für Teamführung zu entwickeln, ist natürlich ein wichtiges Thema für mich. Vor allem, da ich weiterhin auch operativ tätig bin: Ich bin nicht diejenige, die nur aus dem Hintergrund managt, ich arbeite einfach gerne im Frontend und bin mitten im Maschinenraum der Projekte. Gleichzeitig lege ich großen Wert darauf, dass ich als Ansprechpartnerin erreichbar bin und dass die Weiterbildung nicht zu kurz kommt; weder meine noch die des Teams. Dabei geht es nicht nur um den stetigen Wandel bei den BI-Tools, um technologische Entwicklungen und um regulatorische Anforderungen, sondern auch um den richtigen Spirit: Wir haben gelernt, immer auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen zu sein, die dem Kunden nicht nur ein Jahr was bringen. Ich will das Gespür bei den Mitarbeitenden entwickeln, explorativ zu arbeiten, das Thinking out of the Box und die Freude an der Entwicklung von Lösungen fördern.
PS: Die Bedeutung unseres Fachbereiches BI & Analytics wächst bei den Kunden ständig – wir sind daher weiter im Aufbau und freuen uns über die Bewerbung neuer Kolleginnen und Kollegen. Da will ich gleich mal die gute Gelegenheit nutzen: Meldet Euch einfach unter karriere@movisco.com
Was sind typische Herausforderungen bei Business Intelligence- und Analytics-Projekten im hochregulierten Bankenumfeld?
Nadja Seemann: Da gibt es einige: Etwa die Datenqualität, die oftmals zu positiv eingeschätzt wird. Außerdem ist die Skalierbarkeit ein großes Thema: Massendatenabfragen, die Frequenz der Aktualisierungen nimmt zu - das wird immer mehr zum Bottleneck werden.
Prinzipiell muss man sagen: BI ist nicht gleich BI – das Verständnis und die Erwartungshaltung ist sicher von Bank zu Bank und kann von Abteilung zu Abteilung sehr unterschiedlich sein: Man muss detailliert eruieren, wie sieht die BI-Strategie aus, wie weit wird der Self Service-Gedanke ausgebaut, welche Stakeholder müssen eingebunden werden, wie wird die Datenverfügbarkeit an die Erwartungshaltungen angepasst, welche Dashboards und welche Zugriffe sollten wem ermöglicht werden. Eine wichtige Frage in Verbindung mit der Architektur: Wie sieht es mit dem Data Warehouse aus, muss in einem spezifischen Projekt beispielsweise grundlegend die Architektur geändert werden. Data Quality ist ein immer noch wichtiger werdendes Thema, denn es fallen nicht nur immer mehr Daten an, sondern auch immer mehr Datenmüll. Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig die Datenqualität für die hochaggregierten Auswertungsanalysen ist.
Bei Unternehmensübernahmen – Mergers und Aquisitions – oder Umfirmierungen treffen manchmal auch nicht nur mehrere Unternehmenskulturen, sondern auch BI-Strategien und Tool-Landschaften aufeinander. Diese Dualität oder die sogenannten Schatten-BI-Tools, können zum einen eine Neubewertung der Tools bedeuten, aber auch die Frage aufwerfen. Kann man auch beide Tools benutzen? Wie können sich ergänzen? Zu dieser Tool-Dualität habe ich gerade ganz aktuell auch einen Post im movisco-Fachblog veröffentlicht: https://www.movisco.de/blog/business-intelligence/bi-tools-bi-dualitaet
Du hast vor kurzem an einem Whitepaper zum Thema „Data Analytics: Vorteile und Herausforderungen“ bei movisco Research mitgeschrieben. Kurz zusammengefasst: Welche Entwicklungen gibt es aktuell im Bereich Analytics?
Nadja Seemann: Die Implementierung von Data Analytics in Banken bedeutet zwar initial hohe Kosten und Anstrengungen, revolutioniert dann aber Kundenanalyse, Risikobewertung und Compliance-Berichterstattung durch effiziente Datenintegration und -auswertung. Data Analytics ermöglicht präzisere Kundenprofile, prognostiziert Trends und Verhaltensmuster, optimiert das Risikomanagement und führt zu erheblichen Effizienzsteigerungen und Kostenersparnissen bei der Datenauswertung. Klar ist den Kunden dabei zunehmend - und das kann man auch als Entwicklung sehen -, dass alles an einer zuvor entwickelten Strategie hängt.
Dann ist natürlich der zunehmende Einsatz von KI eine spannende Entwicklung, nicht nur die in den Tools bereits „verbaute“, sondern die ganze KI-Strategie in einem Bankhaus betreffend – das ist nochmal eine neue Ebene.
Eine spannende Frage für uns Beraterinnen und Berater ist natürlich auch, wie sich das Thema Cloud im Banking-Sektor entwickeln wird – also, ob sich die Entscheidungen auch weg von On-premises hin zu Cloud-basiert entwickeln werden. Denn noch sind die Banken in abwartender Haltung, aber es werden auch andere Alternativen zu on premises-Lösungen hinterfragt. Das hat natürlich auch was mit der Bankengröße zu tun. Vielleicht braucht es mal eine Vorreiter-Bank, die das exzellent macht – gerne mit uns. [lacht]
Abschließend: Hast Du ein Lebens- oder Arbeitsmotto?
Nadja Seemann: Ja, ich greife gerne nach den Sternen, da gehe ich auch eine Meile mehr. Und sich dabei nicht im Visionieren und Planen verlieren: Einfach mal starten, pragmatisch sein!
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Aus der Praxis: Konzeption und Implementierung eines Data Governance-Frameworks bei einer Sparkasse
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Wie gelingt es, die Anforderungen aus BCBS 239 (RDARR) nicht nur umzusetzen, sondern daraus echten Mehrwert für Steuerung, Transparenz und Effizienz zu generieren? Gemeinsam mit einer Sparkasse haben die Berater der movisco AG ein tragfähiges Data Governance-Zielbild entwickelt – maßgeschneidert auf Organisation, Prozesse und regulatorische Anforderungen:
✅ Aufbau einer zentralen Data-Governance-Struktur
✅ Klare Rollen & Verantwortlichkeiten im Datenmanagement
✅ Verbesserte Datenqualität & Nachvollziehbarkeit
✅ Nachhaltige BCBS-239-Compliance
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movisco Academy: Ein Blick hinter die Kulissen bei der SQLScript-Schulung
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Eine praxisorientierte Schulung zum Thema SQLScript für SAP HANA stand im Mai auf dem Programm der movisco Academy. Im Mittelpunkt: die Grundlagen der HANA-Datenbank sowie die Vermittlung zentraler Konzepte für die Entwicklung effizienter Datenbanklogik mit SQLScript. Hier die sechs inhaltlichen Highlights:
- Fundierte HANA-Grundlagen
- Grundlegende Sprachelemente & SELECT-Anweisung sowie das Arbeiten mit Bedingungen, Gruppierungen und Sortierungen
- Eigene Funktionen und Prozeduren in SQLScript erstellen und strukturieren– ein wichtiger Baustein zur Wiederverwendung von Logik auf Datenbankebene
- Schreibender Zugriff unter Nutzung von INSERT-, UPDATE- und DELETE-Anweisungen sowie wie die korrekte Verwendung imperativer Konstrukte wie IF, LOOP oder WHILE
- Imperative Programmierung: Die Möglichkeiten der Ablaufsteuerung innerhalb von SQLScript
- AMDP-Prozeduren: So können AMDPs (ABAP Managed Database Procedures) zur Integration in ABAP-Systeme eingesetzt werden ein zentrales Thema im Kontext von BW on HANA und BW/4HANA.
Das Fazit: Die Schulung vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein solides Fundament im Umgang mit SQLScript. Das vermittelte Wissen bildet die Grundlage für die Entwicklung performanter Logik direkt auf der HANA-Datenbank – ein Gewinn für zukünftige Projekte und die technische Weiterentwicklung bei movisco.
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Gute Tipps … im movisco Bundesliga-Tippspiel
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Nicht alles ist Stress im Consulting-Alltag: Bei movisco steht auch das Game hoch im Kurs. Beispielsweise im movisco Bundesliga-Tippspiel, an dem jedes Jahr Consultants, Kunden und Partner begeistert teilnehmen. Gute Tipps gab Frank Dienel, Leiter Kreditsysteme IT – Informationstechnologie bei der DZ HYP AG bei der diesjährigen Runde ab: Er holte den 3. Platz – und das hieß freie Trikotwahl. Der Fußball-Enthusiast entschied sich für das Deutschland-Auswärtstrikot: Volltreffer!
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PS: Die neue Runde läuft ab Ende August – vielleicht sind Sie ja dann auch schon dabei?Ansonsten gerne anmelden bei jana.rapp@movisco.com und kostenfrei teilnehmen.
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movisco verschafft Überblick: Reihe ´Financial Reporting´ aktuell ergänzt
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Tipp: Wer den Überblick über die neueren Entwicklungen des Financial Regulatory nochmal nachlesen will, findet hier noch einmal als Service den Ablauf speziell der Bankenregulation im Melde- und Berichtswesen Step by Step:
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 2
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 3
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 4
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 5
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 6
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 7
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 8
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Financial & Regulatory Reporting – movisco-EBA-Update: das neue movisco Reporting Update 9
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Thomas Arnsberg, Vorstand
„Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der neuesten Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY! Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.“
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PS: Das nächste THE BANKING QUARTERLY kommt als Magazin für Führungskräfte und Mitarbeitende aus dem Banking-Sektor werbefrei und kostenlos zu Ihnen im Quartal III 2025 - melden Sie sich hier einfach direkt an.
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